Michaelina Wautier, Malerin
30. September 2025 bis 22. Februar 2026
Kunsthistorisches Museum, Wien
Vergessen, verdrängt, gefeiert: Das Kunsthistorische Museum in Wien zeigt die bisher größte Ausstellung zur Barockmalerin Michaelina Wautier – eine der bedeutendsten Wiederentdeckungen der jüngeren Kunstgeschichte.
Tickets für die Ausstellung sind ab sofort im Museum und online erhältlich.
Vom 30. September 2025 bis zum 22. Februar 2026 widmet das Kunsthistorische Museum in Wien der flämischen Barockmalerin Michaelina Wautier (1614/18–1689) seine große Herbstausstellung. Eine einmalige Chance für nationale und internationale Kunst- und Kulturinteressierte: Viele der Meisterwerke sind nur für diese Ausstellung aus internationalen Privatsammlungen zusammengeführt worden. Die Schau ist eine Kooperation mit der Royal Academy of Arts in London, wo sie 2026 in adaptierter Form gezeigt wird.
Eine Frau, die Geschichte malte und aus ihr verschwand
Michaelina Wautier war eine Ausnahmekünstlerin des 17. Jahrhunderts. Dennoch wurde ihr Werk jahrhundertelang verkannt, vergessen oder männlichen Kollegen zugeschrieben. Heute gilt sie als zentrale Figur einer kunsthistorischen Neubewertung. Das Werk der Künstlerin ergänzt die europäische Barockmalerei um eine wesentliche Stimme. Ihre Arbeiten – Historienbilder, Porträts, Altargemälde, Allegorien – sprengen nicht nur die Erwartungen an Künstlerinnen ihrer Zeit, sondern zeichnen sich außerdem durch Innovation, feinen Humor und psychologische Tiefe aus.
„Michaelina Wautier zählt zu den bedeutendsten Wiederentdeckungen der Kunstgeschichte. Das Kunsthistorische Museum zeigt, was jahrhundertelang übersehen oder anderen zugeschrieben wurde“, sagt Jonathan Fine, Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums.
Ein kulturelles Highlight der Saison – Premiere in Wien
Die Ausstellung im Kunsthistorischen Museum ist die bislang umfassendste Präsentation der Künstlerin. 29 Gemälde, eine signierte Zeichnung und eine Druckgrafik nach einem verlorenen Werk werden gezeigt – darunter auch ihre berühmte Serie Die fünf Sinne, die erstmals in Europa in vollständiger Form zu sehen ist. Insgesamt versammelt das Kunsthistorische Museum rund 80 Werke und Realia aus internationalen Leihgaben und dem eigenen Bestand.
Viele der Werke stammen aus Privatsammlungen in Europa und den USA und sind deshalb selten öffentlich zu sehen, nun aber in der Ausstellung wieder vereint. In Wien wird Wautiers Werk erstmals in einen Dialog mit der Antike, Rubens, Van Dyck und anderen Meistern ihrer Zeit gestellt und neu verortet.
Wien als Bühne der Renaissance einer „Alten Meisterin“
Das Kunsthistorische Museum verfügt über die weltweit größte öffentliche Sammlung von Werken Wautiers. Hier hängt ihr monumentales Hauptwerk, Der Triumph des Bacchus, dauerhaft im Rubens-Saal. Gemeinsam mit hochkarätigen internationalen Leihgaben entsteht eine einzigartige Präsentation, die Wien im kommenden Herbst und Winter einmal mehr zu einer der bedeutendsten Kulturdestinationen macht.