Portfolios featured by FOTOCULT Magazin für FOTO und LIFESTYLE:

Photographer: FELIX ABRUDAN

Zum Auftakt der Ballsaison  - THE BALL

Fotos: Felix Abrudan


Was bedeutet der Ball? "Das ist Tradition!", würde man dazu in Wien Antwort bekommen. Dennoch ergibt sich diese Antwort für mich ungenügend. Wien IST im und durch den Ball verkörpert, es ist das Röntgen des gesellschaftlichen Lebens und somit der Gedanken- und Seelenwelt der Stadt. Lang her sind die altertümlichen rituellen Feiern zum Empfängnis des neuen Jahreszyklus, untergetaucht sind sie in Jahrhunderte kultureller Regung und deren mannigfaltigen aesthetischen, politischen und emotionalen Auflagerung, aber dennoch bleibt, unterschwellig und unterbewusst das spirituelle Fundament erhalten, dieses Suchen nach der Erlösung des Zeitlichen in der Extase des Momentes.  
Meine Bilder deuten auf diese Efferveszenz in subtiler Weise hin: die Serie widerspiegelt mehrere ineinader verschachtelte Kontraste wie der Wechselspiel zwischen der Exuberanz der  Jugend und der Bodenhaftigkeit des Altbewährten, sowie die Dualität des Femininen: als Anima - die Kraft der Vitalität und als Muse - die Kraft des widerkehrend Schönen. 
Dafür wurde gezielt die Inszenierung so gewählt das die massiven steinernen Arkaden des Wiener Rathauses den Bildrahmen setzen und somit das triumphale Auftreten meiner Muse zu ermöglichen. Ihre zierliche Figur und lüftiger, fast schwebender Pose, wird nochmals durch den Hintergrund betont und die Unschärfe ihres schwingenden Ballkleides erinnert schon an den Elan der Tanzfläche.   
"Alles Walzer!" Dieser traditionelle Spruch betont den Gefühlsüberschwang der Ballnacht, aber die Extase des Feiern, sowie die Künstlers Muse selbst, lässt sich nicht imponieren wohin Sie einen mitreist, welche Emotionen es erweckt. Nicht selten ist es so, dass auf der Terrase oder in einem Hinterzimmer diejenigen die von dieser übermenschlichen Gewalt in die Melancholie gezogen werden Zuflucht in die Welt der Träume suchen. Dafür steht der in schwarz & weiss aufgenommene Teil meiner Serie. Die Muse, ermüdet von dem Rausch der Feierlichkeiten sucht den zuverlässigen Schutz einer massiven, aber dennoch fein verzierten Mauer.  Ein Moment der nüchternen Einsicht erfolgt: "Nichts blüht ewig" erklingen alt bewahrte Worte aus Elysium. Die Jugend ist bloss ein Atemhauch aber heiss wie Glut.  
Hoffentlich, lieber Leser bevor die Lust zur Geselligkeit diesen nüchternen Moment mitreist, bitte ich um ein kurzes Prost: an die Jugend ! 

 

Photographer: JÖRG RUBBERT / JÜRGEN BÜRGIN

"NIGHTSHIFT" – Street Photography after Dark

Nächtliche Impressionen von den großen Metropolen dieser Welt zeigen die Berliner Fotografen Jürgen Bürgin und Jörg Rubbert. Während es Jörg Rubbert in die europäischen Metropolen Paris, Berlin und Bratislava zog, fokussierte sich Jürgen Bürgin vor allem auf die asiatischen Megacities, wie z.B. Shanghai, Tokio, Hong Kong, Saigon, Hanoi. Beiden gemein sind nächtliche Fotografien aus New York, der Stadt, „die niemals schläft“.  Abgesehen davon haben beiden Fotografen das Thema "Nachtphotographie" auf unterschiedliche Weise beleuchtet: 
In den Schwarzweiß-Fotografien von Jörg Rubbert, die im Stile der "Street Photography" gehaltenen sind, ist die spezielle Atmosphäre der Nacht das zentrale Motiv – eines Nachtlebens jenseits der Rotlichtviertel. Die Anziehungskraft der nächtlichen Städte begleitet Rubbert nach eigener Aussage bis in die heutige Zeit. 
Jörg Rubbert fotografiert bis heute analog. Er verlässt sich dabei immer auf die vorhandenen Lichtverhältnisse ‒ kein Ausleuchten, kein Blitz oder andere technische Raffinessen. Er wählt für seine Aufnahmen ausschließlich Standardobjektive, um den Bildausschnitt so authentisch wie möglich wirken zu lassen.  
Den Aufnahmebedingungen geschuldet ist der Stil der Bilder, die all die Merkmale einer ‚misslungenen Fotografie‘ aufweisen: Rubberts Bilder sind im natürlichen Sinne unperfekt, d.h. unscharf und bisweilen sogar grobkörnig, was sie wiederum authentisch macht und eine hohe atmosphärische Dichte erzeugt. Bei den Abzügen vermeidet er jegliche manipulative Eingriffe. So sind die fertigen Abzüge keine gestochen scharfen Ansichten, sondern lichtgraphische Stimmungsbilder, malerisch und kontrastreich.   
Die Farbfotografien von Jürgen Bürgin erzählen von unzähligen Streifzügen durch die nächtlichen Großstädte der Welt. Er trifft dabei auf Selbstdarsteller, Bohemiens, Lebenskünstler – auf Menschen, die getrieben sind von ihren Leidenschaften, ihren Gefühlen, von der Liebe. Er zeichnet Begegnungen auf, intime Augenblicke, beiläufige Beobachtungen. Es sind die besonderen Szenen aus dem Alltag, die seine Aufmerksamkeit erregen, er sucht das Verborgene, das Geheimnisvolle, das Abseitige – in den nächtlichen, verregneten Straßen Tokios, vor der leuchtenden Skyline Shanghais, auf spontanen nächtlichen Tanzveranstaltungen in Hanoi oder bei Burlesque-Shows in New York. Es sind kurze, herausgeschnittene Szenen aus dem Leben der Großstädter, die wirken, als entsprängen sie einem imaginären Film. Gleichzeitig bewahren Bürgins Farbfotos das Geheimnisvolle und erzeugen damit eine Sogwirkung, die den Betrachter fesselt und in die Großstadtnächte eintauchen lässt. 
So erzählen uns beide Fotografen von ihren Begegnungen in den Großstädten der Welt. Entstanden sind einzigartige Fotos, die auf faszinierende Weise die nächtliche und zugleich anonyme Atmosphäre in den Großstädten widerspiegeln. 

Fotos: Jörg Rubbert

Fotos: Jürgen Bürgin


Photographer: HEINZ INNERHOFER


Studium an der Filmschule ZELIG SCHULE FÜR DOKUMENTARFILM in Bozen. Es folgten einige Auslandsaufenthalte als Kameraassistent bei verschiedenen Dokumentarfilmen für ORF, ZDF, SRF und RAI bevor ich wieder nach Südtirol zurück kam und eine 3 jährige Ausbildung als Buchbinder machte. Durch Zufall kam ich nach München, wo ich einige Jahre als Fotoassistent arbeitete. Die selbstständig Tätigkeit als Fotograf und Grafiker begann ich 2001 und 2010. Heute lebe und arbeite ich als freischaffender Fotograf in St. Lorenzen (Südtirol). WEBSITE

Fotos: Heinz Innerhofer

bin bist ist

Jedem gelingt es, dem einen besser dem anderen schlechter, ein Bild von sich zu entwerfen, das er der Welt zeigt. Ein modernes Abenteuer zwischen Anpassung und Individualität.

Sei ganz du selbst – aber bloß nicht anders als die anderen. Die gute Nachricht lautet: Glück ist noch möglich, das Abendland bleibt bestehen, und wir werden weiterhin nach Liebe suchen. Wir müssen an keinen Gott glauben, wir brauchen nicht zu heiraten, wir dürfen unsere Körper tätowieren. Wir können mit Ringen in der Nase Arzt werden und hetero-, homo-, bi-, pan-, poly- oder sonst-wie-sexuell sein.

Nie war der Einzelne freier als heute. Sei, wer du bist!, ruft uns die Welt entgegen. Entfalte dich! Verwirkliche dich! Mach was aus dir! Das ist der Imperativ des zeitgemäßen Individualismus.

Die schlechte Nachricht lautet: Nie war der Glücks- und Erfolgsdruck größer als heute. Wir sind zum Glück verdammt. Wir sind zum Erfolg gezwungen. Wir müssen wir selbst sein. Individualismus ist zum Zwang geworden.

Das Resultat ist, dass ich mir die enscheidende Frage stelle oder
ignoriere: Weiß ich überhaupt noch, wer ich bin?


Photographer: MAREN KLEMP

"Maren Klemp is a fine art photographer based in Oslo, Norway. She studied fine art photography under professor Robert Meyer at Robert Meyer Kunsthøgskole in Oslo, and she has many years of experience in the field of fine art photography. Maren mostly use herself and her children as models, which makes her photography honest and true. The Norwegian nature is her main influence, and her pictures can be described as dark, dreamy and surreal.  Her work has been featured in several magazines world wide, and she has participated in both solo- and group exhibitions. Maren is the co-author of the book "Between Intervals" together with the American photographer and professor Dr. José Escobar. Her work is represented by Lensmodern, London."

Fotos: Maren Klemp

ARTIST STATEMENT

My goal is to raise awareness of mental health through my work. I consider my photography to be a plunge into the darker sides of the human mind, and many of my images are visual representations of conditions associated with mental illness. The pictures tell about those who are gripped by darkness, isolation and sadness, and about relationships with close family . They tell about the lack of belonging, to live in a separate world that few or no others can enter or understand. It's about the fog that comes creeping , which overpowers and paralyzes, the invisible disease.


The url to my portfolio and website is: www.marenklemp.com


 
 
 
 

Photographer: Wolfhard Fromwald

Karge Landschaft vs. bunte Perlen und Körpermalerei, Armut vs. Reichtum an Traditionen und Bräuchen - Südäthiopien, eine Reise der Kontraste.  DESERT ROSE Staub, sehr viel Staub lag in der Luft auf dem langen Weg von Addis Abeba in das Tal des Omo-Flusses, nahe der Grenze zu Kenia. Das Hochland liegt hinter uns, abgelöst durch eine überwiegend flache Savannenlandschaft. Buschwerk, hohe Grasbüschel, vereinzelte Bäume, unzählige meterhohe Termitenhügel und vor allem staubtrockener sandiger Boden. Dazwischen Ziegen- und Rinderherden, Hirten ausgestattet mit Holzhocker, Machete oder Sturmgewehr, Frauen mit schweren Lasten am Weg zum Markt und kleine Kinder, die sich rührend um ihre noch kleineren Geschwister kümmern. Besondere Farbtupfer am Wegesrand sind Bäume mit silbrig glänzendem Stamm und zarten roten Blüten - Desert Rose nennt sie unser lokaler Führer. Sicher keine wissenschaftliche Bezeichnung, aber passend zu den Menschen im Omo Delta, die wir besuchen wollten.

Rund 45 Ethnien unterschiedlicher Sprachen und Kulturen leben in dieser Region. Zu den auffälligsten zählen dabei die Mursi und Surma mit ihren riesigen Tellerlippen und ausgedehnten Ohrläppchen. So mancher Stamm pflegt nach wie vor archaisch anmutende Aufnahmerituale des Erwachsenwerdens– für die jungen Frauen und Männer wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Exotische Frisuren, Körperbemalungen, grausam wirkende Narbenverzierungen sind Kennzeichen ihrer Stammeszugehörigkeit – ob Hamar, Benna, Dessenach, Nyangatom, Karo, Konso und, und, und... Viele haben wir in ihren Dörfern besucht, waren bei Tanzfesten oder saßen in ihren Hütten. Aber, so einfach die Menschen im Omo Tal heute noch leben, der Wandel der Lebensform ist greifbar. Die Dörfer sind lebende Museen, die Menschen verkaufen sich und ihr bescheidenes zu Hause an Touristen. Kein Foto ohne Bezahlung – „Foto, Foto Foto, ... Birr, Birr, Birr"  (Äthiopische Währung) lautet ihr Lockruf. Hat man sich daran gewöhnt und das Motiv seine steife Haltung abgelegt, wird Fotografieren zum malerischen Vergnügen. Talent zum Modell haben die meisten.
Aber es ist Eile geboten für diese Art von Geschäft. Denn, ist der von chinesischen Firmen forcierte Ausbau der Straßen in den Süden erst abgeschlossen, werden Fotos mit diesen Menschen wohl nur mehr bei touristisch organisierten Folkloreabenden entstehen.


Text und Bilder:     Wolfhard Fromwald
Kamera:         Canon EOS 5D MarkII    


 

Photographer: Guillermo De Angelis (Argentinen)

Absence and photography

From Latin absentia, Absens participle derived from the verb abesse. A compound of esse (be) with the prefix ab (remoteness). The word "essence" has shares the same root. Absence - essence. The music of absence despite being. The soul of the things. Silence. It is a pretense. It represents an incomplete "reality" which gives a site to the spectator, including him. Seeking the identification by means of nostalgia or eagerness, as Hersson Piratoba said, "generating memories even without having experienced them." 

http://deangelisguillermo.wix.com/photo

 


Photographers: Best of - Abschlussarbeiten der Studentinnen und Studenten der LIK Akademie für Foto und Design Wien, Linz  Illustration eines Gedichtes von Heinz Janisch

Fotos: Mario Traar, Josef Fischer, Roman Stoiber, Stefan Loidl, Dominik Tome, Sabine Kleinhagenauer, Andrea Ahrer, Matthias Gröbl, Gottwald Kranebitter, Sylvia Felbermayer, Benjamin Wald, Michael Kainz, Mario Maurer, Oliver Hummelbrunner, Andrea Bruckner, Arthur Michalek, Hinterhauser, Denny Staschitz, Julia Jandrinitsch, Lukas Beinstein, Elisabeth Burmann

www.studium-fotografie.at


Photographers: Studentinnen und Studenten der LIK Akademie Meisterklasse haben das Thema "Mode im Wiener Prater - Nebensaison" fotografisch aufgearbeitet. Karin Klammer, Helga Meyer, Maria Gasparova, Andreas Cichini, Felix Abrudan, Matthias Reischer, Jürgen Pricken

www.studium-fotografie.at

 


Photographer: Nadja Gusenbauer  www.atelier-lik.com


Photographer: Jürgen Pricken Wien  www.jpricken.com


Photographer: IMMANUEL TAGGER


Photographer: MAXIMILIAN MAQUES LOTTMANN


Photographer: MARTIN STEINTHALER