Starfotograf Bitesnich und Greenpeace präsentierten gestern Arktis-Bildband "Troubled Water"

Gemeinsam mit dem Starfotografen Andreas H. Bitesnich präsentierte gestern Greenpeace im Impact Hub Vienna den Bildband „Troubled Waters“. Die großteils in schwarz-weiß gehaltenen Fotografien sind bei einer Schiffsexpedition der Umweltschutzorganisation in die Arktis entstanden. Sie dokumentieren nicht nur das Naturparadies vor Ort, sondern weisen auch auf die möglichen Gefahren für die Arktis durch Ölkonzerne hin. 

"Troubled Water by Andreas H. Bitesnich"

"Troubled Water by Andreas H. Bitesnich"

"Diese Reise in die Arktis bleibt für mich unvergesslich. Mit eigenen Augen konnte ich die Schönheit und Unberührtheit der Natur sehen, aber auch die drohende Gefahr. Die Arktis ist von großer Bedeutung für Mensch und Umwelt und muss geschützt werden“, betont Bitesnich bei der Bildband-Präsentation. Der Fotograf begleitete die Greenpeace-Schiffsexpedition Anfang März in die arktische Barentssee. Dort protestierten Greenpeace-AktivistInnen vor einer Ölplattform des österreichischen Mineralölkonzerns OMV gegen dessen Ölförderpläne. Ebenso besuchte Bitesnich die nahegelegene Bäreninsel. Bilder von schneebedeckten Landschaften, eisigen Seen und heimischen Vögeln zeigen was dieses Naturschutzgebiet zu bieten, gleichfalls aber auch zu verlieren hat. „Die Folgen eines Ölunfalls wären für die Insel katastrophal“, erklärt Arktis-Sprecher Lukas Meus von Greenpeace in Österreich. „In nur wenigen Tagen könnte ausgetretenes Öl die Insel erreichen und somit die Heimat der Tiere vor Ort gefährden.“

Andreas H. Bitesnich: "Troubles Water"

Andreas H. Bitesnich: "Troubles Water"

Die Schiffsexpedition fand im Rahmen einer internationalen Greenpeace-Kampagne zum Schutz der Arktis statt. Die Arktis gilt als Kühlschrank unseres Planeten, ist jedoch gleichzeitig von der Erderwärmung stärker betroffen als jede andere Erdregion. „Ölkonzerne wie die OMV wollen nun vom Schmelzen der Eisdecke Profit schlagen. Doch es ist vollkommen unverantwortlich Geld in teure und gefährliche Ölbohrungen zu stecken, die dieses Ökosystem gefährden“, sagt Meus. Bereits über acht Millionen Menschen weltweit unterstützen die Forderung von Greenpeace: Ein Netzwerk an Schutzgebieten in der Arktis, in dem Ölbohrungen verboten sind.

 „Das Buch ‚Troubled Waters‘ ist ein völlig neuer Ansatz die Arktis-Kampagne von Greenpeace visuell zu transportieren. Ich bin stolz mit meiner Arbeit und meinen Bildern die Wichtigkeit dieses Themas zu unterstützen und gleichzeitig einem neuen Publikum näher zu bringen“, so Bitesnich.

Der Bildband „Troubled Waters“ ist für eine Mindestspende von 60 Euro unter http://www.greenpeace.at/foto-buch erhältlich.