Conchita Wurst als Gustav Klimts „Goldene Adele“, in Szene gesetzt von Starfotografin Ellen von Unwerth

Conchita Wurst als Gustav Klimts „Goldene Adele“, in Szene gesetzt von Starfotografin Ellen von Unwerth, ziert in Kürze großformatig die Straßen Wiens und die Life Ball Medaille 2015 der Münze Österreich. Die Plakate fordern nicht durch gezielte, kalkulierte Provokation, sondern durch subtile Anspielungen und Wortwitz zum Nachdenken auf und kommunizieren die wichtige Botschaft des Life Ball 2015: Veränderung ist möglich und herausragende Persönlichkeiten wie Conchita beweisen es ebenso wie visionäre Charaktere wie Gustav Klimt. Sie halten der Gesellschaft nicht nur einen Spiegel vor, sondern schaffen den Aufstieg von der „Persona non grata“ zum „nationalen Heiligtum“.

 c by Lifeball / Ellen von Unwerth

c by Lifeball / Ellen von Unwerth

Als Testimonial des Life Ball 2015 schlüpfte Conchita Wurst vor der Kamera von Fotografin Ellen von Unwerth in die Rolle der Adele Bloch-Bauer I. „Ich habe also versucht das Klimt-Gemälde nachzustellen – das hat sich ja eigentlich fast frevelhaft angefühlt. Ich liebe Klimt, seine Bilder mit all diesen Farben, dem Glamour und der Poesie. Es war sehr inspirierend für mich eine Hommage an dieses außergewöhnliche Gemälde zu kreieren,“ schwärmt Ellen von Unwerth. Zu Besuch am Set des Shootings war auch Conchita-Fan Jean Paul Gaultier. Die Designer-Ikone wird mit seiner Fashion Show die Eröffnungsfeierlichkeiten am Rathausplatz beschließen. Gaultier ließ es sich auch nicht nehmen, letzte Handgriffe am Styling vorzunehmen. Das in ca. 1250 Arbeitsstunden mit über 12.000 Swarovski Kristallen und 0,5 kg Perlen bestückte und mit 2,5 kg Goldfarbe bemalte Kleid wurde vom Life Ball Team und Life Ball-Engeln aus der Modeschule Herbststraße angefertigt. „Es war ein sensationelles Gefühl, in dieses Kunstwerk von Kleid schlüpfen zu dürfen,“ so Conchita Wurst. Der Fotografin streut die Sängerin Rosen:“Ich liebe Ellen! Ich kannte einige Werke von ihr und war unglaublich aufgeregt, sie zu treffen. Was für eine tolle Frau.“

Das Plakatsujet wird von der Münze Österreich in Form einer Life Ball Medaille in Gold gegossen. Der Verkaufserlös geht zu 50% an den Verein AIDS LIFE geht.

Die Künstlerplakat-Kampagnen des Life Ball
Im Jahr 2013 startete der Life Ball seine Reihe der Künstlerplakate mit dem Werk des Fotografenduos Pierre et Gilles. Es folgte das inzwischen schon legendäre Plakat von David La Chapelle, das 2014 die Gemüter erregte. Die Idee hinter der Plakatreihe: Künstler von Weltruhm schaffen ein zum aktuellen Motto des Life Ball passendes Werk, das am Tag des Balles im Rahmen der AIDS Solidarity Gala in der Hofburg zugunsten nationaler und internationaler HIV/AIDS-Projekte versteigert wird. 2014 konnten mit der Versteigerung des Originalfotos von David La Chapelle unglaubliche 180.000 Euro eingenommen werden. Im Vorfeld des Balles zieren die Plakate und ihre Botschaft die Straßen Wiens. Wieder unterstützt die Gewista urban media den Life Ball mit out of Home-Werbeträgern: klassische Plakatstellen und E-Panels in den Stationen Karlsplatz und Stephansplatz.

Die Fotografin Ellen von Unwerth
Ellen von Unwerth wurde 1954 in Frankfurt am Main geboren und wuchs in einem Waisenhaus im Allgäu auf. Im Alter von 16 Jahren zog sie nach München und startete dort eine Karriere als erfolgreiches Model. Ihr Fotografie-Talent stellte Ellen von Unwerth erstmals bei einer Modeproduktion 1986 in Kenia unter Beweis, als sie einheimische Kinder porträtierte. Im Laufe ihrer Karriere als Fotografin entdeckte die Autodidaktin unter anderem Claudia Schiffer, die sie 1989 für die Jeansmarke Guess in Szene setzte. Ellen von Unwerths Vorbilder sind die Fotografen Helmut Newton und Jacques Henri Lartigue. Sie ist berühmt für außergewöhnlich erotische Aufnahmen. Als ehemaliges Topmodel und Entdeckerin von Claudia Schiffer kennt die gebürtige Deutsche wie keine andere die Geheimnisse perfekter modischer Inszenierung.

GOLD I VER SACRUM I SANTA PRIMAVERA I SACRE DU PRINTEMPS
bei Swarovski Wien
Swarovski Wien überrascht in regelmäßigen Abständen mit Inszenierungen seiner Stages, die das Schaufenster zur Kärntner Straße in eine Bühne der Fantasie und eine Spielwiese der Kreativität verwandeln. Von 23. März 2015 bis 15. Juni 2015 erstrahlt die Stage passend zum Motto des diesjährigen Life Ball: Ver Sacrum. Dafür interpretierte der international renommierte Set Designer Simon Costin die Style Bible auf einzigartige Art und Weise.
Besonderer Blickfang für Passanten in der Kärntner Straße ist die spektakuläre Robe, die auch im Life Ball Plakat 2015 zu sehen ist und den Raum erfüllt. Eigens für diese Inszenierung wurde das Schaufenster von Swarovski Wien mit 24 Karat Blattgold in feinster Handarbeit ausgekleidet – eine Technik, die auch in der Zeit des Jugendstils weit verbreitet war. Im Hintergrund entdeckt der Betrachter das Motiv von Flora, der römischen Göttin der Blüte, ein Werk der österreichischen Fotografin Inge Prader.

Simon Costin
Simon Costin wurde in London geboren und studierte Theaterdesign und Kunstgeschichte an der Wimbledon School of Art. In den Jahren nach seinem Abschluss Mitte der 1980er stieg Costin zu einem international anerkannten Art Director und Set Designer auf und arbeitete mit Top-Luxusmarken zusammen. Costin ist bekannt für seine ambitionierten, erzählerischen Laufstegdesigns und seine außergewöhnliche Eventkonzeption. Die Liste seiner Fashionkunden umfasst Größen wie Lanvin, Hermès, Valentino, Givenchy, Gucci, Stella McCartney, YSL, Margiela, Chloé, Matthew Williamson, Bulgari und Fabergé. Zurzeit ist Costin langfristig als Art Director für Gareth Pugh tätig, und hat in der Vergangenheit bereits mit Weltstars der Modefotografie zusammengearbeitet, darunter Nick Knight, Tim Walker, Solve Sundsbo, Craig McDean, Liz Collins, Jürgen Teller, Paolo Roversi, Emma Summerton, Carter Smith, Phil Poynter, Mario Testino und Steven Klein. Außerdem sind die Arbeiten von Simon Costin in vielen Ausstellungen an unterschiedlichsten Orten zu sehen, die von einem Wald in Argyll über das Institute of Contemporary Arts in London bis zum Metropolitan Museum of Art in New York reichen. Seine langjährige Leidenschaft für Volkskunst führte zur Gründung des Museum of British Folklore – einer nachhaltigen Projektidee, die sich dem Aufbau des englandweit ersten Zentrums zur Pflege und Erforschung der reichen englischen Kulturlandschaft und -geschichte widmet.

Konzept und Idee: Swarovski Wien in Kooperation mit Simon Costin

BACKDROP
Fotografin: Inge Prader
Sujet: Flora
Model: Anja Stany/ Wiener Models
Make Up: Einat Dan
Perücke: Kostümfundus ART for ART

KLEID
Goldene Adele
Grundkostüm: Kostümfundus ART for ART
Design: Cathy Strub
Oberflächenbearbeitung und Gestaltung: Marlena Gubo / Life Ball
Assistenz: Florian Eidherr